Mittwoch, 14. September 2011

Franschhoek Uncorked 2.-4.9.2011



Ungefähr 80 Kilometer von Kapstadt entfernt befindet sich Franschhoek, was so viel wie so viel wie „Franzosenwinkel“ oder „Franzosenecke“ heißt. Und den Namen trägt es nicht umsonst. Die im 17ten Jahrhundert eingewanderten Franzosen haben Geschmack bewiesen und sich eine einem kleinen wunderschönen, grünen und fruchtbaren Tal niedergelassen und dort ein kleines Weinparadies erschaffen. An der einzigen Straße reihen sich mittlerweile Weinfarm an Weinfarm, vom kleinen Familienbetrieb, bis zur modernen Großwinzerei mit angeschlossenem Edelrestaurant.
Nun findet einmal im Jahr das Uncorked Festival statt. Für einen Betrag von um die 10 € bekommt man einen Ausweis, der einen berechtigt auf allen teilnehmenden Weingütern an einer Weinprobe teilzunehmen.
Das kann man sich ja nicht entgehen lassen. Also los geht's, Henning und 8 Mädels, ein ganzes Wochenende, le coq dans le panier!
Gemietet hatten wir drei wunderschöne Cottages auf dem kleinen Weingut "la Chataigne". Mitten im Weinland, an einem kleinen Flüsschen gelegen, die Vögel zwitschern, genug Holz um ein ganzes Wochenende den Kamin laufen zu lassen.
Viel zu erzählen gibt es da wohl nicht. Freitag war entspanntes rumsitzen mit Brot Käse, Wein und dem lustigen Zettelspiel angesagt. Der Samstag bestand aus abklappern der verschiedenen Weingüter (es möge gesagt sein, dass ich einer der Fahrer war...was hier nicht viel heißt...jedoch leider durch die Einnahme gewisser Medikamente am Weingenuss gehindert wurde) abschließend mit einem köstlichen Braai (so wird hier der Volkssport Grillen genannt!) und einem vorzüglichen Mahl mit Blick übers Tal am Sonntag.
Es schreit nach Wiederkehr.

Montag, 12. September 2011

Killarney Race Track

Wie schafft man es sich möglichst schnell und einfach selbst zu quälen? Man besucht einfach eine Hotrod und Muscle Car Show!

Dienstag, 6. September 2011

Da bläst er!


Wenn man aus der Ferne kommt und von diversen Attraktionen in verschiedenen Reiseführern hört, ist der Reisende doch eher skeptisch gestimmt! Ist das "Faszinierende" wirklich so faszinierend, das "Einzigartige" wirklich so einzigartig und das "Phänomenale" wirklich ein Phänomen?
Mit dieser Skepsis traten wir unseren Sonntagsausflug Richtung Hermanus an. Hermanus, die sagenumwobene Stadt der Wale! So heißt es jedenfalls!
Nach 60 Km erreichen wir Gordans Bay, hier startet offiziell die Wal-Route, die R44 , eine kleinen Bergstraße mit unzähligen Haltebuchten und Parkplätzen schlängelt sich am Meer entlang und, kaum zu glauben, schon nach 5 km steckt sich die erste Floße uns kurz entgegen.  Zack, rechts rein auf einen Parkplatz. Der Pavian Familie, die diesen Parkplatz kontrolliert, können wir erstmal keine Aufmerksamkeit widmen, da der Wal wichtiger ist. Leider zeigt dieser sich dann doch nur noch einmal kurz und verschwindet irgendwo in den Tiefen des Meeres. Nun doch zu den Pavianen. Überall sitzen diese Affen rum, kraulen sich die Eier und stecken sich alles in den Mund, was sich vor sich finden. Die kleinen Paviane trollen herum, balgen sich und nerven ihre Eltern. Ganz klassisch.
Aber wir sind nicht der häßlich-ärschigen Paviane gekommen, sondern der Wale wegen. Also weiter geht's. Doch nicht lange. 5 Minuten später streckt der nächste Wal seine Fluke aus dem Wasser. Und dort bleibt sie erstmal! Minuten lang streckt der blaue Riese die Schwanzflosse aus dem Wasser, umschwommen und beäugt von seinem kleinen Babywal, erpicht darauf, all diese tollen Tricks von Mutti zu lernen . Und wie bestellt, bekommen wir nun die Sondervorführung! Er Springt!  DREI MAL! Wie waren die Worte aus dem Reiseführer die ich zitieren möchte: Faszinierend, Einzigartig und Phänomenal!
Die Reise geht weiter bis nach Hermanus...insgesamt haben wir an diesem Tag  15 Wale gesehen, Paviane, Pinguine, Robben, komische Vögle, Dassis....etc! Ich schäme mich jeglicher Skepsis, die ich dieser Tour zuvor entgegengebracht habe und es wird Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese Strecke entlang fahren werden!

Mittwoch, 3. August 2011

Alles Käse oder was?


Südafrika, das Schlaraffenland für Feinschmecker,  Einkaufsliebenden und Freunde der guten Küche.
Man merkt, dass Essen in diesem Land wirklich einen anderen Stellenwert hat. Das Essen wird zelebriert, genossen und mit seinen Liebsten gefeiert. Vom kleinen Snack bis zum 3 Gänge Menu wird alles mit Liebe und Sorgfalt zubereitet, die besten Zutaten verwendet und äußerst anschaulicher Form dargeboten (natürlich....die Ausnahmen sind Regel bestätigend). Das Einkaufen ist eine Pracht. Zwar gibt es in Deutschland das alles auch....aber nicht in dieser Menge, Qualität und Variation.  Die Trauben sind frischer, die Avocados Cremiger, die Äpfel knackiger, die Süßkartoffeln süßer (...wir reden hier nicht von normalen Kartoffeln, denn ich als gebürtiger Pfälzer bin da natürlich etwas verwöhnt von der heimischen Kartoffel....denn wir wissen ja alle, die Pfälzer Kartoffel ist die Königin unter den Kartoffeln!)
Doch, auch hier ist nicht alles Käse was gelb ist. und schon sind wir beim Thema. Käse. Ja, es gibt hier Käse. Cheddar, Gouda und Mozzarella. In allen Formen und Farben, Jung und Alt, Kräftig und Mild, Weich und Hart. Doch leider schmecken sie alle....sagen wir mal 'bescheiden'. Der Cheddar immer gleich, der Gouda langweilig und  der Mozzarella kommt in harten Blöcken. Käse wird hier unterteilt in 3 Preisklassen: 
-Billig: ungenießbares Plastik
-Mittel: langweilig
-Teuer: unbezahlbar
Ein "richtiger" Mozzarella ist für schlappe 2.50 € zu erstehen (Aldi: 0.59 €) und stinknormaler Frischkäse kostet 3 €. Und möchte man mal ganz was exklusive, einen Gorgonzola, einen Old Amsterdamer oder gar einen Appenzeller, dann wird man so richtig zur Kasse gebeten. Nein, ich gebe keine 8 € für einen Bergkäse aus, auch wenn er noch so lecker ist.
Vor einer Woche machte ich die Erfahrung mit einem Deutschen Emmentaler, imported from good old Germany! Ich fühlt mich genötigt dem Laden eine Email zu schreiben, was sie sich dabei wohl denken, einen alten, nach vergammeltem Benzin schmeckenden Käse zu verkaufen und dass es einen Käse, der so schrecklich schmeckt, nicht in Deutschland gibt! Bisher noch keine Antwort!
Da heißt es wohl doch für uns, weiter dran zu arbeiten, unseren eigenen Käse herzustellen.

Mittwoch, 6. Juli 2011

....just beautiful!

Montag, 20. Juni 2011

Robben Island

Eine ganz klein wenig Information zu Beginn:
Robben Island ist eine kleine Insel in der Tafelbucht, rund 7 Kilometer vom Festland entfernt. Sie wurde Jahrzehnte als Gefängnis für hauptsächlich politische Gefangene genutzt. Nelson Mandela verbrachte 18 Jahre seiner insgesamt 27 jährigen Haftstrafe in einer 4m² großen Zelle im Hochsicherheitstrakt.  1991 wurde das Gefängnis aufgelöst, die Insel zum Natur- und Nationaldenkmal erklärt und zu einem Museum umgebaut, welches seit 1997 zu besichtigen ist.

Und das tun wir auch. Hörte sich jedenfalls auch sehr spannend an.  Per Boot ging es erstmal von der Waterkant Richtung Robben Island.  Und da erhält die Geschichte wohl ihren traurigen Höhepunkt. Denn die Fahrt dort hin war schon fast dieser. Angekommen auf der Insel werden wir zu einer "kurzen" Bustour "eingeladen". Wir werden also in diese alten Buse gepfercht und los geht es....Die Witze der schwarzen Tourleiterin verlieren leider schon nach fünf Minuten ihren Scharm und quälen uns über zwei Stunden. Man darf sich die ganzen geschichtsträchtigen Stätten aus einem schmutzigen Busfenster anschauen...wenn man überhaupt was zu sehen bekommt. Vorbei geht es an dem alten Steinbruch in dem ach so viel geschehen ist, an Kirchen, am Leprafriedhof, an verlassenen Wohngegenden, Gefängnissblöcke, etc....Alles sehr faszinieren und ein Paradies für Photographen...Wenn man nur nicht in so einem beschissenen Bus sitzen würde. Um bei der Wahrheit zu bleiben, wir hatten zwei Stops auf der Fahrt: 1. Hundezwinger, fünf Minuten Zeitvorgabe, 2. Irgend eine Stelle an der Küste zum Austeigen und Photos von Kapstadt machen, auch fünf Minuten Zeitvorgabe.
Nach über 2 Stunden kommen wir zu dem Hochsicherheitstrakt. Ich bin völlig entnervt und möchte einfach mal ein wenig rumlaufen, mich umsehen. Aber nein. Wieder geht es sofort in einen Raum, in dem ein Exsträfling seine Geschichten zum Besten gibt. Ich glaube es hätte ganz interessant sein können, wenn ich nicht schon am Rande eines Kollapses gestanden hätte. Nach über einer Stunde geht es weiter. Wir müssen uns beeilen, da die Fähre schon vor 45 Minuten ihren Heimweg hätte antreten sollen. Wir stürmen als durch das Gebäude, gönnen uns im vorbeirennen einen Blick auf Mandelas Zelle....Bei 4 m² Zelle, 30 Leuten und Zeitmangel ist ein zweiter Blick nicht gestattet.
Raus geht's,  zurück zum Boot. Glücklicherweise sehen wir noch ein paar Pinguine auf dem Weg. Das rettet den Tag.
Fazit: Wirklich eine unglaublich faszinierende und geschichtsträchtige Insel und ein Paradies für Photographen....WENN man nur die Freiheit gehabt hätte die Gefangeneninsel zu erkunden. 


Sonntag, 19. Juni 2011

Paragliding oder wie wir durch die Lüfte glitten

Nachdem mir das Wetter an Hennings Geburtstag die Überraschung vermieste (der Tag war sonnig doch der Wind nicht willig), war es dann am 3.6. endlich so weit. Nahezu perfekte Wetterverhältnisse und eine gut dosierte Brise Wind und Termik waren angesagt. Stef einer unserer Tandempiloten rief mich an und verkündete mir die frohe Botschaft. Endlich konnte es losgehen - ein gemütlicher Rundflug der anderen Art.

15 Minuten später fuhr er mit seinem Mercedes Vito und seiner Crew bei uns vor und holte uns ab. Wir quetschten uns in den Wagen - ich nahm auf einem großen Sack Platz - ein gut verpackter Gleitschirm. Als es losging kramte Stef allerhand Knabberzeugs aus. Wir wurden mit rohen Erdnüssen und Droerwors versorgt um uns von der Aufregung abzulenken. Wir fuhren hinauf zum nahe gelegenen Signal Hill - einer von Gleitschirmfliegern oft frequentierten Ablegestelle. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Überblick über die Stadt. Stef und Jaques (der zweite Pilot) bereiteten in der zwischenzeit die Schirme vor und gingen einige Anweisungen mit uns durch. Wir wurden mit Helmen versorgt und warteten nun auf den perfekten Moment des Abflugs.





Als erstes war Henning dran, der mit Stef flog. Er wurde vergurtet und verzurrt ehe Stef den großen Schirm in die Höhe zog - nun musste gerannt werden: 2, 3, 4, 5, 6 Schritte und dann los - Abflug! 5 Minuten später war auch ich in der Luft. Die beiden Piloten bemühten sich sehr uns hoch hinaus zu bekommen, die perfekte Termik zu finden. Hin und wieder erwischten wir eine gute Stelle und man merkte wie man langsam in die Höhe kreiselte. Ich beobachtete die Aussicht und genoss den atemberaubenden Ausblick über die Berge und der Stadt. Nur der Variometer - ein Gerät zur Ermittlung der eigenen Steig- und Sinkwerte, piepte andauernd in mein Ohr und unterbrach die Stille während unsere Flugbahn laufend an Höhe gewann oder verlor.

Eine gute halbe bis dreiviertel Stunde kreisten wir durch die Lüfte - ehe wir Kurs auf Green Point nahmen und den Landeanflug auf einer großen Wiese vor dem Green Point Stadium anpeilten. Stef und Henning wieder voran. Jaques bereitete uns auf die Landung vor und schob mich behutsam aus der Sitzposition, sodass ich senkrecht im Geschirr hing, während er mit einem Bein meine Beine zur Seite schob um die Landeposition einzunehmen. Anschließend erfolgte eine sanfte Punktlandung - weich und ohne Hektik kamen wir wieder unten an und spürten den festen Boden unter den Füssen. Ich merkte wie meine Beine etwas zitterten und mir ein wenig schlecht wurde - der Höhenflug hatte mich doch etwas mitgenommen. Anschließend fielen Henning und ich - berauscht von dem Erlebnis - glücklich in Arme.

Sonntag, 29. Mai 2011

Das Oliven-Projekt

Als wir das zweite Mal an dem kleinen Schmuckladen vorbeiliefen, der in großen Eimern Oliven verkaufte, mussten wir einfach zuschlagen. 2 Kilo schwarze Kalamata Oliven. Und zwei Tage später nochmal 5 Kilo, diesmal gepflückt von Nachbars Baum.  Es erinnerte mich an Omas Kirschbaum, wer ganz nach oben klettert bekommt die besten, dunkelsten und schmackhaftesten Kirschen.
Doch was nun machen mit 8 kg frischen Oliven. Jeder der nun denkt  "oh, wie lecker, frische Oliven essen", den darf ich hier enttäuschen.  Wer noch nie frische Oliven probiert hat, dem empfehle ich nun zum Putzschrank zu gehen und einen kräftigen Schluck Terpentin zu nehmen. Das kommt wohl dem schrecklichen Geschmack von frischen Oliven wohl am nächsten.
Wir haben uns für zwei verschiedene Zubereitungsarten entschieden.
Methode 1:
Oliven in eine Schüssel geben, mit einer großen Portion Salz vermengen, alle zwei Tage rühren und die Flüssigkeit abgießen. Das macht man nun 6 Wochen. Fertig!
Methode 2:
Diese Methode gestaltet sich etwas aufwändiger. Zuerst schneidet man jede Olive mit einem Messer von oben bis unten auf und legt sie 10 Tage in einen Eimer mit Wasser. Das Wasser muss täglich gewechselt werden. Nach dieser Zeit ersetzt man das normale Wasser mit einer 10 prozentige Salzwasser Lösung. Wieder ersetzt man täglich die Flüssigkeit für weitere 10 Tage. Danach werden die Oliven für 2 Tage in Olivenöl mit Kräutern eingelegt.....und schon kann man sie essen!

Samstag, 21. Mai 2011

Boulders

Untitled from henning gawrisch on Vimeo.

Sonntag, 15. Mai 2011

Am Tag bevor der Osterhase kam

Was macht man wohl an einen Karfreitag in Südafrika? Natürlich das was man hier eigentlich immer macht. Wein trinken. Aber nicht gelangweilt mit einem angeschalteten Fernseher zu Hause auf dem Sofa, nein, man geht raus und sucht sich eine Weinfarm, auf der man ein paar der köstlichsten Weine der Region für einen geringen Obolus verköstigen darf.

Unsere kleine Truppe besteht aus Silke (deren Hochzeit ja eigentlich daran schuld ist, dass wir hier sind), Waltraut, ihre Mutter, Birgit, der Schwester, die gerade zu Besuch aus New York da ist und natürlich uns beiden. Also auf ins Auto und ab durch Feld und Wald (…den es hier eher spärlich gesät zu genießen gibt) Richtung Stellenbosh auf die Weinfarm Spier. 3 € und 6 Weine später wackeln wir leicht beduselt wieder nach draußen und entdecken ein kleines Wildgehege mit Geparden und Raubvögeln und wir entschließen uns den geflügelten Freunden einen Besuch abzustatten.

Alle Vögel die hier ihre neue Heimat gefunden haben, stammen aus illegalen Handaufzuchten, oder wurden verletzt gefunden und wieder aufgepäppelt. Es sind überall Ranger, die sich liebevoll um die Tiere kümmern und den interessierten Besuchen ihre Geschichten erzählen. Man macht schon zwei kleine Schritte rückwärts, wenn man erzählt bekommt, dass der Black Eagle, welcher 1,5 Meter vor einem steht, dem Ranger beim Training das Schlüsselbein und den Kiefer gebrochen hat…und so ein Arm…*schnapp*…einfach durchbrechen kann wie ein kleines Stöckchen. Wir haben Eulen auf der Hand, die sich von uns streicheln lassen…gelockt mit kleinen blutigen Hühnerbeinchen und treffen sogar einen Prominenten. Brutus, ein prächtiger Martial Eagle. Berühmt, berüchtigt und bekannt aus dem Film „The Meerkats“. Ein dokumentarischer Spielfilm über eine Erdmännchenfamilie und wie sie ihr Leben in der Wüste meistert. In einer Szene, wird die Familie von einem riesigen Adler verfolgt, der die ganze Sippe auszurotten droht…mehr wird nicht verraten, denn es ist ein toller Film und sollte geschaut werden.

Unsere Herzen erobern aber am Schluss drei kleine Nonneneulen, die wie auf Kommando zu tanzen beginnen, als der betreuende Ranger über sein Handy Musik ertönen lässt. Ganz entspannt sitzen die drei kleinen Piepmätze vor uns und wackeln ganz gemächlich im Takt der Musik.
Leider drängt die Zeit, denn der Tisch im nächsten Weingut ist reserviert.


Das Weingut Tokara gehört zu den besten und bekanntesten Weingütern Südafrikas. In einem wunderschönen, modernen Gebäude mit verglastem Restaurantbereich genießen wir den Rest des Tages bei Tapas, Wein und einem unglaublichen Blick auf die Berge und den endlosen Hügeln mit Weinreben und Obstbäumen

Donnerstag, 12. Mai 2011

Butter bei de Fisch

und wieder einen Schritt weiter. ich weiss nun wie man Diashows einbindet:

Dienstag, 10. Mai 2011

Wie wir den Löwen bezwangen



Es sollte einen perfekte Nacht werden. Klarer Himmel und Vollmond! Gibt es einen besseren Zeitpunkt einen Löwen zu bezwingen? Doch jeder Kampf bedarf der entsprechenden Ausrüstung. Petzel Headlights, CHECK! Hanwag Schuhe, CHECK! Leichte Kleidung fürs Licht und was Warmes für den Schatten, CHECK! Ausreichend Flüssigkeit, CHECK! Stullen (die belegten mit Käse und so), CHECK! Ein Rucksack schwer gefüllt mit Waffen um den Kampf zu dokumentieren, CHECK!
Um 1600 steht unser Gefährt vor der Tür und bringt uns zum Fuss des Titanen. Der Lions Head ist ein spitz aufragender Berg der sich erbarmungslos durch die Metropole Kapstadt frisst und den City Bowl vom Atlantic-Seabord trennt.
Der City Bowl ist die sogenannte Innenstadt und besteht aus den Stadtteilen City Centre, Bo Kaap, Oranjezicht, Tamboerskloof, Vredehoek, de Waterkant und Gardens. Daran grenzt das Atlantic Seabord mit Green Point, Sea Point, Fresnaye, Bantry Bay, Clifton, Camps Bay und Bakoven. Und das alles sieht dann so aus:
 
Gut, genug Stadtkunde. Die Sonne brennt und wir sind bereit für den Aufstiegt. Ein breiter sandiger Weg führt uns gemächlich mit leicht steilem Anstieg um den Berg herum. Anscheinend hat es sich heute herumgesprochen, welch fantastische Sicht man heute haben wird, denn mit uns pilgern noch so manch Andere den Berg hinauf. 





Mit jedem weiteren Schritt hinauf, gibt uns der Löwe eine Vorahnung auf seine Aussicht. Die Häuser werden kleiner, die Landschaft weiter. Als wir die andere Seite erreichen, blicken wir auf Camps Bay mit seinen wunderschönen weißen Stränden, an den Hängen der Zwölf Apostel.  Ein Nachzählen der riesigen Felsvorsprünge würde sich nicht lohnen, da es auf jeden Fall mehr sind. 



Je weiter wir kommen desto enger und felsiger wird der Weg und es lohnt sich für die eigene Gesundheit, den Blick die meiste Zeit auf dem Boden zu haben. Wir balancieren an Felsvorsprüngen entlang, erklimmen steile Felswände mit Hilfe von in die Wand eingelassenen Metallstiegen und ziehen uns an Ketten in die Höhe.




Und nach knapp zwei Stunden haben wir es geschafft. Wir haben den Löwen bezwungen, stehen auf seinem schätzungsweise 100 m2 großen Plateau und werden mit einem unglaublichen Panorama belohnt. Auf der einen Seite erstreckt sich bis zum Horizont die Stadt mit ihren unzähligen Straßen, Häusern und Menschen. Auf der anderen Seite bereitet sich die Sonne auf ihr allabendliches Bad im Atlantischen Ozean vor. Und dann geht alles ganz schnell. Im Sekundentackt ändert sich das Licht, von einem kalten Blau, über ein warmes Orange bis hin zum brennenden Rot.


Man kann es förmlich zischen hören, als der glutrote Ball im Meer versinkt. Doch dem Einen folgt sogleich das andere Spektakel. Surreal und wie ein Fremdkörper schiebt sich auf der anderen Seite die leuchtende Scheibe des Mondes hinter dem Tafelberg hervor. Wie eine zähe Masse fließen in seinem Licht dicke Wolken über die Ränder des Felsplateaus und lassen einen an der Echtheit der Szenerie zweifeln. Die Nacht erwacht, und mit ihr die Stadt. Millionen von kleinen gelben Lichtern erleuchten, flackern und lassen erst jetzt die wahre Größe dieser Stadt erahnen.



Nach langer Zeit fassungslosem Starren, langen Belichtungszeiten und den Stullen geht es auf den Rückweg. Auf dem Kopf die Lampen, jeden Schritt gut überdenkend, marschieren wir los und beschweren uns wie jeder bei einem Abstieg, dass dieser viel unbequemer als der vorherige Weg ist!
Aus dem Taxi werfen wir noch einen letzten Blick für diesen Tag auf den Löwen, sehen hier und da die kleinen Lichter der Taschenlampen aufleuchten und verabschieden uns…bis zum nächsten Mal!


Freitag, 6. Mai 2011

Erste Schritte ...

Eieieieieieiei werdet ihr euch in den letzten Wochen gedacht haben. Da protzen Henning & Jasmin mit ihrem Blog herum und was passiert ... nix!! Stille! Kein Wort! Tja ... das nicht vorhandene Internet war Schuld. Natürlich hätten wir ins Internetcafé gehen können, aber es ist hier extrem umständlich ... aber dieses Netzlose, von der Welt abgeschnittene Dasein hat nun offiziell ein ENDE ... WIR SIND DRIN!! Aber dazu ein anderes Mal mehr ... zunächst möchten wir euch ein Update über die Geschehnisse der letzten Wochen geben ...

Von der Ankunft und er Hochzeit habt ihr ja bereits erfahren und auch Henning hat hier seine ersten Erlebnisse und Eindrücke kund getan. Ich glaube ich spreche auch weiterhin für ihn, wenn ich behaupte, dass die Begeisterung noch nicht nachgelassen hat. JA. We <3 CAPE TOWN!

Nach der Hochzeit hieß es zunächst einmal Wohnungssuche. Wir hatten das Glück Silkes und Matts Wohnung für 2 Wochen beherbergen zu dürfen während sich die beiden in den Flitterwochen befanden. Ihre Wohnung liegt inmitten des Stadtteils Gardens und für den Start hätte sie für uns kaum besser gelegen haben. Sehr zentral, jedoch in einer ruhigen, sicheren Gegend und einem Shopping Paradies gleich um die Ecke um die Bedürfnisse des täglichen Bedarfs zu decken. Das war also nun unser Basecamp und das Internetcafé unsere Anbindung zu http://www.gumtree.co.za - ein Portal für alles von Haustieren, Jobs, Wohnungen, Möbel, Dating, Autos etc ... wenn man etwas sucht findet man es bestimmt dort. Zusätzlich haben wir bei jeglichen Maklern in der Gegend angeklopft und unsere Wünsche geäußert. Das schöne an südafrikansischen Maklern ist die Tatsache, dass hier noch der VERMIETER die Courtage bezahlt und nicht der Mieter. Da wir zunächst eine möbilierte Wohnung suchten war die Auswahl sehr beschränkt. Jegliche Wohnungen die wir uns angesehen haben waren unterirdisch - die eine schäbbiger als die andere - vom Interiör ganz zu schweigen. Da uns die Zeit davon lief und wir nur noch wenige Tage bis zur Rückkehr des Brautpaares hatten mussten wir uns sputen. Die Wohnungen inkl. Einrichtung haben uns nicht vom Hocker gerissen - unsere einzige Chance war es also nun eine unmöbilierte Wohnung zu finden. Schließlich hatten wir Glück und stießen auf eine feine und moderne 70 qm Wohnung in Green Point. Mit kleinem Vorgarten und Hinterhof, einem großen Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, eine offene Einbauküche und ein wunderschönes modernes weißes Bad mit Dusche und Riesenwanne. Was will man mehr? Das Schätzchen gesehen und zugeschlagen ... es sollte unseres sein.

Nun war diese Hürde genommen, aber wie wohnt man in einer Wohnung ohne Möbel? Der nächste Schritt lautetete daher:

Bett, Kühlschrank und Waschmaschine - 3 wichtige Notwendigkeiten um das Leben leichter zu machen. Gesagt getan. Wir hatten uns im vorhinein schon ein wenig umgeschaut um uns Preise einzuprägen. Schließlich empfiehlen uns Freunde die richtigen Anlaufstellen für unsere Bedürfnisse. Hier gibt es keine Saturns oder Mediamärkte - hier haben noch die familien- und mittelständischen Unternehmen das Sagen und man muss genau wissen wo man etwas bekommt. An manchen Tagen wünscht man sich ein großes Elektrogeschäft mit allen Schikanen her, aber nun gut ...

Einen schönen Esstisch mit Bänken fanden wir auch schon sehr bald nach unserem Einzug. Zufällig stießen wir auf einem Flohmarkt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft auf einen zahnlosen Möbelbauer mit einer kleinen Sammlung an selbst geschreinerten Tischen und Bänken. Wir verliebten uns schnell in einen Tisch aus alten Holzdielen. Die Dielen zeigen ihr Kostüm der letzten Jahrzente - Farbschicht um Farbschicht, die aber nun abblättert. Ein toller retroartiger Charm, der sich nun unter dem Glasdach in unserer Küche breit macht.


Aber es drehte sich natürlich in den letzten Wochen nicht alles nur um die Wohnung und der Einrichtung. Wir haben hier eine Menge fantastische Menschen kennengelernt, die uns mit offenen Armen in ihre Runde aufgenommen haben. Wir durften viel erleben und die letzten Südafrikanischen Sommertage genießen, Geburtstage feiern und einfach nur die Seele baumeln lassen. Aber dazu mehr in den nächsten Posts ...

Dienstag, 5. April 2011

Spices!

Basmati rice, lapsi, sesame seeds, lemon pepper, leaf masala, fine cassia, cumin caraway seeds, rice spice and sesame seeds for around 10€....this is paradise!!!

Donnerstag, 24. März 2011

Peppermint Caramel Sundae

Peppermint caramel sundae, that was so fuckin' amazing! A taste explosion in my mouth....whipped cream, peppermint, chocolate, crunchie biscuits....and that awesome caramel sauce.....

Dienstag, 22. März 2011

Marriage


Perfekt zum Einstieg geht es gleich am zweiten Tag in die Berge auf eine Hochzeit auf einer Weinfarm. Wir werden abgeholt und es geht mit dem Auto raus aus der Stadt. Vorbei an Armensiedlungen, Schwarzen die dir an der Ampel von der Papaya, über Autoladegeräte, bis hin zu riesigen Tennisbällen anbieten wollen und so lange hinter dem Auto her rennen, bis man ihnen durch wildes schütteln mit Hand und Kopf begreiflich macht, dass man nichts haben will.
Southhill heißt das Weingut in dem wir untergebracht sind. Eine Selbstversorgervilla zum niederknien. Ein wenig Großgrundbesitzer Gefühl kommt auf…Weinreben, Olivenbäume, den Pool vor der Tür und die schwarzen Angestellten servieren Getränke.
Die Hochzeit an sich fand im Schatten eines Großen Baumes statt, der Priester Mitte 30 und eher Model als Heiliger, zog wohl die Blicke der meisten Damen auf sich.
Zusammengefasst: Sonne, Heiraten, Essen, Trinken, Lachen, Sich Vorstellen, Tanzen, Schwimmen, Boule spielen, Schlafen, Essen, Trinken, Dösen, Eincremen, Eiswürfel, Steinbackofen, Fotografieren, Sonne, Sterne, Gin, Kaffee, Feuer, Ameisen, Vollmond….Nach 2 Tagen geht es zurück in die Stadt, ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende. Nun heißt es auf ins Internetkaffee und ran an die Wohnungssuche.

Arrival


Angekommen, nach einigen Stunden im Flugzeug sitzend, dich richtige Position zum wenigstens ein wenig Ruhe finden suchend, Tomatensaft trinkend und film kuckend, sind wir nun endlich da. 5 Uhr in der Frühe. Unser Fahrer wartet mit seinem kleinen Toyota und einem Namensschild am Ausgang. Die Luft ist feucht und warm, nicht unangenehm, sie riecht nach Kräutern und die Palmen neben dem Parkplatz lassen ein anderes Land erahnen.
Wir beladen den kleinen Wagen und los geht es Richtung Citybowl, dem Stadtzentrum. Die Sonne geht langsam auf und in der Ferne zeigt sich der schwarze Umriss des Tafelberges, der mächtig die Szenerie beherrscht. Berufsverkehr auf der Autobahn. Auf der Busspur überholen wir einen Pick-up nach dem andern, in denen sich auf der Ladefläche Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit dicht an dicht drängen. Hinter uns steigt die Sonne und vertreibt die schwärze der Nacht, hüllt den Tafelberg in ein mystisch rotes Leuchten.
Vorbei geht es an den Townships. Dicht an dicht stehen aneinandergebaut die bunten Baracken, gebaut aus allen nur zu findenden Materialien. Krumm um schief ragen aus diesem Meer von flachen Hütten wild zusammengebastelte Strommasten auf, die wie riesige Zahnstocher wirken und ihre Leitungen in das noch schlafende Getümmel strecken.  Wir erreichen die Stadt. Die vielen kleinen Häuser sind bunt zusammengewürfelt und wirken freundlich und einladend. Nur wenn man genauer hinsieht merkt man, dass ein anderer Sicherheitsstandard hier herrscht. Silke und Mathew wohnen in einer kleinen Anlage, in die man nur mit „Türöffner“ kommt. Dünne Drähte ziehen sich über die Zaune und Mauer und lassen erst beim zweiten hinschauen ihre elektrische Wirkung erkennen.
Die Sonne scheint nun richtig. Unsere blasse Deutsche Haut würde der Mittagssonne wohl nur wenige Minuten stand halten, bevor sie sich rötenden den Schmerzen einer Verbrennung hingeben würde.
Einkaufen…..wo soll ich nur anfangen? Wir betreten den Pick’n’Pay, ein Supermarkt, und mein Herz fängt an ganz wild zu schlagen. Allein die Gemüse und Obstecke ist zum niederknien, die absolute Reizüberflutung an Leckereien. Es stapeln sich die Avocados, verschiedene Tomaten, Papaya, Süßkartoffel, Bananen, verschiedenste Chillisorten (Dogan, Alex…ihr würdet weinen…..ich war kurz davor)…und so vieles mehr das ich gerade verdrängt habe. Und so ging es weiter. In jeder der wild zusammengestellten Abteilungen musste ich ein „oh“,  „ah“, „oh mein Gott“ oder „wie geil“ von mir geben. Es war nicht allein die Masse der Dinge die mir zum Kauf angeboten wurde, die mich so begeisterte, sondern die Auswahl an sich. Natürlich gibt es auch in Deutschland Chutney….aber nicht 3 Regal voll…Massenweise Chips, vollgesogen mit köstlichen Geschmacksverstärkern und Farbstoffen, die nicht nur den Mund, sondern gefühlt auch den ganzen Rest von einem Färben, unendlich viele Variationen von Cheddar, die nur einem geübten Cheddarexperten etwas sagen würden …..und so weiter und so fort. Ich war…und bin es immer noch….begeistert!
Das Bild, das sich dann einem an der Kasse zeigt, lässt dann leider doch ein wenig zu wünschen übrig. Eine deutsche Aldikassiererin würde entweder nach 2 Tagen in die Geschäftsleitung aufsteigen, oder aber einfach entlassen werden, da sie durch ihre Geschwindigkeit die Mitarbeiter und auch die Kunden in Panik versetzen würde. Es läuft dann anscheinend doch hier alles etwas langsamer.