Von der Ankunft und er Hochzeit habt ihr ja bereits erfahren und auch Henning hat hier seine ersten Erlebnisse und Eindrücke kund getan. Ich glaube ich spreche auch weiterhin für ihn, wenn ich behaupte, dass die Begeisterung noch nicht nachgelassen hat. JA. We <3 CAPE TOWN!
Nach der Hochzeit hieß es zunächst einmal Wohnungssuche. Wir hatten das Glück Silkes und Matts Wohnung für 2 Wochen beherbergen zu dürfen während sich die beiden in den Flitterwochen befanden. Ihre Wohnung liegt inmitten des Stadtteils Gardens und für den Start hätte sie für uns kaum besser gelegen haben. Sehr zentral, jedoch in einer ruhigen, sicheren Gegend und einem Shopping Paradies gleich um die Ecke um die Bedürfnisse des täglichen Bedarfs zu decken. Das war also nun unser Basecamp und das Internetcafé unsere Anbindung zu http://www.gumtree.co.za - ein Portal für alles von Haustieren, Jobs, Wohnungen, Möbel, Dating, Autos etc ... wenn man etwas sucht findet man es bestimmt dort. Zusätzlich haben wir bei jeglichen Maklern in der Gegend angeklopft und unsere Wünsche geäußert. Das schöne an südafrikansischen Maklern ist die Tatsache, dass hier noch der VERMIETER die Courtage bezahlt und nicht der Mieter. Da wir zunächst eine möbilierte Wohnung suchten war die Auswahl sehr beschränkt. Jegliche Wohnungen die wir uns angesehen haben waren unterirdisch - die eine schäbbiger als die andere - vom Interiör ganz zu schweigen. Da uns die Zeit davon lief und wir nur noch wenige Tage bis zur Rückkehr des Brautpaares hatten mussten wir uns sputen. Die Wohnungen inkl. Einrichtung haben uns nicht vom Hocker gerissen - unsere einzige Chance war es also nun eine unmöbilierte Wohnung zu finden. Schließlich hatten wir Glück und stießen auf eine feine und moderne 70 qm Wohnung in Green Point. Mit kleinem Vorgarten und Hinterhof, einem großen Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, eine offene Einbauküche und ein wunderschönes modernes weißes Bad mit Dusche und Riesenwanne. Was will man mehr? Das Schätzchen gesehen und zugeschlagen ... es sollte unseres sein.
Nun war diese Hürde genommen, aber wie wohnt man in einer Wohnung ohne Möbel? Der nächste Schritt lautetete daher:
Bett, Kühlschrank und Waschmaschine - 3 wichtige Notwendigkeiten um das Leben leichter zu machen. Gesagt getan. Wir hatten uns im vorhinein schon ein wenig umgeschaut um uns Preise einzuprägen. Schließlich empfiehlen uns Freunde die richtigen Anlaufstellen für unsere Bedürfnisse. Hier gibt es keine Saturns oder Mediamärkte - hier haben noch die familien- und mittelständischen Unternehmen das Sagen und man muss genau wissen wo man etwas bekommt. An manchen Tagen wünscht man sich ein großes Elektrogeschäft mit allen Schikanen her, aber nun gut ...
Einen schönen Esstisch mit Bänken fanden wir auch schon sehr bald nach unserem Einzug. Zufällig stießen wir auf einem Flohmarkt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft auf einen zahnlosen Möbelbauer mit einer kleinen Sammlung an selbst geschreinerten Tischen und Bänken. Wir verliebten uns schnell in einen Tisch aus alten Holzdielen. Die Dielen zeigen ihr Kostüm der letzten Jahrzente - Farbschicht um Farbschicht, die aber nun abblättert. Ein toller retroartiger Charm, der sich nun unter dem Glasdach in unserer Küche breit macht.
Aber es drehte sich natürlich in den letzten Wochen nicht alles nur um die Wohnung und der Einrichtung. Wir haben hier eine Menge fantastische Menschen kennengelernt, die uns mit offenen Armen in ihre Runde aufgenommen haben. Wir durften viel erleben und die letzten Südafrikanischen Sommertage genießen, Geburtstage feiern und einfach nur die Seele baumeln lassen. Aber dazu mehr in den nächsten Posts ...
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