Dienstag, 22. März 2011

Arrival


Angekommen, nach einigen Stunden im Flugzeug sitzend, dich richtige Position zum wenigstens ein wenig Ruhe finden suchend, Tomatensaft trinkend und film kuckend, sind wir nun endlich da. 5 Uhr in der Frühe. Unser Fahrer wartet mit seinem kleinen Toyota und einem Namensschild am Ausgang. Die Luft ist feucht und warm, nicht unangenehm, sie riecht nach Kräutern und die Palmen neben dem Parkplatz lassen ein anderes Land erahnen.
Wir beladen den kleinen Wagen und los geht es Richtung Citybowl, dem Stadtzentrum. Die Sonne geht langsam auf und in der Ferne zeigt sich der schwarze Umriss des Tafelberges, der mächtig die Szenerie beherrscht. Berufsverkehr auf der Autobahn. Auf der Busspur überholen wir einen Pick-up nach dem andern, in denen sich auf der Ladefläche Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit dicht an dicht drängen. Hinter uns steigt die Sonne und vertreibt die schwärze der Nacht, hüllt den Tafelberg in ein mystisch rotes Leuchten.
Vorbei geht es an den Townships. Dicht an dicht stehen aneinandergebaut die bunten Baracken, gebaut aus allen nur zu findenden Materialien. Krumm um schief ragen aus diesem Meer von flachen Hütten wild zusammengebastelte Strommasten auf, die wie riesige Zahnstocher wirken und ihre Leitungen in das noch schlafende Getümmel strecken.  Wir erreichen die Stadt. Die vielen kleinen Häuser sind bunt zusammengewürfelt und wirken freundlich und einladend. Nur wenn man genauer hinsieht merkt man, dass ein anderer Sicherheitsstandard hier herrscht. Silke und Mathew wohnen in einer kleinen Anlage, in die man nur mit „Türöffner“ kommt. Dünne Drähte ziehen sich über die Zaune und Mauer und lassen erst beim zweiten hinschauen ihre elektrische Wirkung erkennen.
Die Sonne scheint nun richtig. Unsere blasse Deutsche Haut würde der Mittagssonne wohl nur wenige Minuten stand halten, bevor sie sich rötenden den Schmerzen einer Verbrennung hingeben würde.
Einkaufen…..wo soll ich nur anfangen? Wir betreten den Pick’n’Pay, ein Supermarkt, und mein Herz fängt an ganz wild zu schlagen. Allein die Gemüse und Obstecke ist zum niederknien, die absolute Reizüberflutung an Leckereien. Es stapeln sich die Avocados, verschiedene Tomaten, Papaya, Süßkartoffel, Bananen, verschiedenste Chillisorten (Dogan, Alex…ihr würdet weinen…..ich war kurz davor)…und so vieles mehr das ich gerade verdrängt habe. Und so ging es weiter. In jeder der wild zusammengestellten Abteilungen musste ich ein „oh“,  „ah“, „oh mein Gott“ oder „wie geil“ von mir geben. Es war nicht allein die Masse der Dinge die mir zum Kauf angeboten wurde, die mich so begeisterte, sondern die Auswahl an sich. Natürlich gibt es auch in Deutschland Chutney….aber nicht 3 Regal voll…Massenweise Chips, vollgesogen mit köstlichen Geschmacksverstärkern und Farbstoffen, die nicht nur den Mund, sondern gefühlt auch den ganzen Rest von einem Färben, unendlich viele Variationen von Cheddar, die nur einem geübten Cheddarexperten etwas sagen würden …..und so weiter und so fort. Ich war…und bin es immer noch….begeistert!
Das Bild, das sich dann einem an der Kasse zeigt, lässt dann leider doch ein wenig zu wünschen übrig. Eine deutsche Aldikassiererin würde entweder nach 2 Tagen in die Geschäftsleitung aufsteigen, oder aber einfach entlassen werden, da sie durch ihre Geschwindigkeit die Mitarbeiter und auch die Kunden in Panik versetzen würde. Es läuft dann anscheinend doch hier alles etwas langsamer.

3 Kommentare:

  1. Oh da mach ma Bilder! Ich bin immer gespannt wie es in Supermärkten andernorts aussieht. War auch begeistert in Italien: 2 lange Regale Nudeln und das selbe nochmal für Kekse... hach.

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  2. The grocerystores are really amazing! So much foooood. And it is so cool to have a fresh passion-fruit as a little in between snack!!!!

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